Du hasst deinen Job? – Tipps, was du dagegen tun kannst

Von MoniqueManger

Laut einer Studie verbringen wir etwa 13 Jahre auf Arbeit, ohne all die Nebenjobs und die Überstunden mit einzubeziehen. Im Vergleich dazu verbringen wir nur etwa 328 Tage unseres Lebens damit, uns mit anderen zu treffen, wir verbringen 28 Jahre Zeit mit Schlafen und über ein Jahrzehnt mit dem Blick auf Bildschirme. Aber 13 Jahre sind genug Zeit für mehrere schlechte Haarschnitte, schauderwürdige Modetrends, Liebe, die wir finden und wieder verlieren.

Das ist zu viel Zeit für einen Job – oder schlimmer noch, eine Karriere – die du nicht magst. Die Arbeitszufriedenheit bezieht sich darauf, wie zufrieden jemand mit seinem Job ist und wird von verschiedenen situativen Faktoren beeinflusst, einschließlich der Art deiner Arbeit, des Managements, deines Arbeitsumfeldes und deines persönlichen Lebens. Mit etwa 70 Prozent der Menschen, die angeblich mit ihrer Karriere unzufrieden sind, ist der Hass auf den Job “normal” geworden.

Während ein Großteil der Forschung über die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz schnell die Schuld bei den Einzelnen sucht, der schlechte Entscheidungen getroffen hat, kann der Hass auf den Job viel komplexer sein, und manchmal einfacher als die falsche Wahl getroffen zu haben. Wenn du also einer von den Menschen bist, die ihren Job hassen, hier sind einige Tipps, die du umsetzen kannst, um aufzuhören deinen Job zu hassen und dein Arbeitsleben zu lieben.

1. Mache eine ehrliche Bestandsaufnahme deines Lebens

Beginne damit, deine Beziehungen genau zu untersuchen. Wenn es jemanden gibt, der in deinem Leben toxisch ist, tue, was du kannst, um dich aus dieser Situation zu entfernen. Manchmal projizieren wir den Stress und die Unzufriedenheit einer Situation, auf eine andere. Beziehungen sind einer unserer Hauptstressoren, so dass ein ehrlicher Blick auf die Qualität deiner Beziehungen dir helfen kann, eine größere Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu erfahren.

Auch wenn Menschen oft denken, dass sie durch ihren Job oder ihre Karriere unter Burnout leiden, erleben sie tatsächlich Einsamkeit. Das soll nicht heißen, dass Burnout ein Fake ist – aber wenn du die Einsamkeit nicht ansprichst, dann hat der Burnout keine Chance, sich zu verbessern.

Bevor du also aufstehst und deinen Job kündigst, schauen dich um und sieh, ob das, was du an diesem hasst, geändert werden kann. Vielleicht funktioniert deine physische Umgebung nicht für dich, weil es kein natürliches Licht gibt. Oder vielleicht bist du und dein Chef unvereinbar, obwohl dir die Art der Arbeit, die du vollbringst, Spaß macht. Denke darüber nach, ob Veränderungen, wie der Wechsel in ein anderes Team, ein anderes Büro, eine Änderung der Arbeitszeit oder bessere Beziehungen zu Mitarbeitern dir helfen können, mehr Zufriedenheit zu finden.

2. Setze dir einige Ziele

Nachdem du eine Bestandsaufnahme gemacht hast, um die Ursache des Problems zu ermitteln, setze dir einige Ziele. Die besten Ziele sind S.M.A.R.T.-Ziele: spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und zeitkritisch. Du kannst dir beispielsweise vornehmen Geld zu sparen, in dem Job, den du hasst, so dass du dein eigenes Unternehmen eines Tages gründen kannst. Das ist toll, aber weißt du schon genau, wie viel du sparen musst und wie lange das dauert? Wenn nicht, denke darüber nach, damit du weißt, wann du genug hast.

Wenn du nach deiner Bestandsaufnahme feststellst, dass dein Job nicht der richtige für dich ist und du einen neuen finden musst, dann beginne mit der Festlegung einiger Ziele für die Arbeitssuche. Laut Monster dauert es in der Regel vier bis sechs Monate bis man einen neuen Job findet. Setze dir während der Stellensuche tägliche und wöchentliche Ziele, damit du mit Bewerbungen und Fristen auf dem Laufenden bleibst.

Schließlich, wenn du denkst, dass du dich in der falschen Karriere befindest, und nicht nur im falschen Job, verbringe einige Zeit damit, in dem du darüber nachdenkst, was es braucht und du tun musst, um diese zu ändern. Es kann sein, dass du wieder zur Schule gehen oder in eine neue Stadt ziehen musst. Der Jobwechsel kann eine große Veränderung sein, aber ein Karrieresprung ist noch tiefgreifender (aber auch erfüllender), also mache einen Schritt nach dem anderen, indem du dir Ziele setzt und an diesen arbeitest.

3. Entwickle eine realistische Exit-Strategie 

Das Kündigen des Jobs kann stressig, beängstigend und spannend zugleich sein. Stelle sicher, dass du vor dem Beenden einige Fragen stellst, damit du sicherstellen kannst, dass du vorbereitet bist. Unabhängig davon, wenn du die Wahl getroffen hast, deinen Job zu verlassen, musst du eine realistische Exit-Strategie entwickeln, um dir selbst nicht noch mehr Unglück und Unzufriedenheit zuzufügen.

Lege zunächst einen Zeitplan für dich selbst fest, der von deinen Zielen bestimmt wird. Dann finde heraus, was du sagen wirst, wenn du gehst. Es ist wichtig, keine Brücken abzubrennen, wenn man aufhört, also hilft ein klarer Kommunikationsplan. Schließlich solltest du verstehen, dass manchmal das Aufhören nicht immer wie geplant verläuft. Einige Arbeitgeber bitten dich vielleicht, sofort zu gehen, während andere mehr als die üblichen vierwöchigen Vorankündigungen wünschen, um beim Übergang zu helfen. Stelle sicher, dass du auf alle Alternativen vorbereitet bist.

Zu wissen, dass wir so viel Zeit bei der Arbeit verbringen und unseren Job hassen, kann negative Einflüsse in alle anderen Bereiche deines Lebens haben und dazu führen, dass du dir auch toxische Gewohnheiten aneignest. Es ist nicht normal seinen Job zu hassen, und es ist durchaus möglich, eine Karriere zu haben, die man liebt.